Archiv für die Kategorie ‘Soziales’

 

Hannover, München und manches mehr – Absage von Veranstaltungen in Deutschland wegen „konkreter Terrorhinweise“, die am nächsten Tag in „allgemeiner Gefahrenlage“ münden. Ich will mir davon keine Angst machen lassen!

Wieder einmal hat der Terror seine hässliche Fratze gezeigt. In München konnte nur verhalten Silvester gefeiert werden. Und das obwohl gerade die Knallerei in der Silvesternacht die bösen Geister zugunsten des neuen Jahres vertreiben soll.

Stattdessen werden Bahnhöfe geschlossen, die Menschen aufgefordert Manschenansammlungen zu meiden und die Angst vor dem Terror mitgenommen in das neue Jahr. Und am nächsten Tag ist trotz konkreter Terrormeldung, sogar mit Namen des Attentäters, niemand festgenommen. Übrig bleibt wieder nur, wie auch in Hannover und anderen Fällen, eine „allgemeine Gefahrenlage“.

Ich habe von diesen Meldungen die Nase voll und ich lasse mir keine Angst machen! Wenn es „konkrete“ Hinweise gibt ist es Aufgabe der Polizei, die Bevölkerung durch Festnahmen zu schützen und nicht durch Absage kultureller oder anderer Veranstaltungen. Die „allgemeine Gefahrenlage“ ist allgegenwärtig und sie wird kein bischen weniger indem wir uns verunsichern und in Panik versetzen lassen.

Die Reaktion der Polizei auf die vermeindlich „konkreten Hinweise“ zeigt nur eins deutlich: die Panik der Verantwortlichen bei Polizei und Politik vor dem eigenen Versagen. Wenn es tatsächlich konkrete Hinweise gäbe, dann gäbe es auch konkrete Festnahmen. Es mag Hinweise geben. Die Reaktionen zeigen jedoch, dass es viel zu viel Unwissenheit gibt, wie diese Hinweise zu werten sind und wie man die Menschen schützen soll.

Es gibt eine „allgemeine Gefahrenlage“, ganz ohne Frage und sie kann das Leben abrupt beenden. Das ist das Risiko des Lebens, dass es mit dem Tod enden kann. Es besteht eine ständige Gefahr, dass ich aus dem Bett falle und mir das Genick breche. Ich werde mir trotzdem kein Gitter um das Bett machen lassen. Es besteht eine ständige Gefahr, dass ich im Strassenverkehr Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls werde. Ich werde mich trotzdem nicht in meiner Wohnung einschliessen lassen. Es besteht eine ständige Gefahr, dass der Mensch vor, neben oder hinter mir unter seiner Jacke einen Sprengstoffgürtel trägt. Ich werde mir trotzdem nicht Panik einreden lassen, sondern jedem mit fröhlicher und freundlicher  Offenheit begegnen.

Wir können der Gefahr nicht entgehen. Aber wir können uns weigern, sie solange in unser Leben zu lassen, bis sie uns tatsächlich  erreicht. Wir können uns weigern unser Leben der Angst zu opfern, statt es zu geniessen. Ich jedenfalls lasse mich lieber eines Tages mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen in die Luft sprengen, als jetzt schon mein Leben der Panik zu opfern.

Denn nur dann weiß ich das ich gelebt habe! Machst Du mit?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ist es nun, das Alter ab dem Du „alt“ bist. Das Alter in dem die Zipperlein und Wehwehchen zunehmen. Das Alter in dem Gelenke und Knochen deutlich hörbar ansagen wie „knackig“ Du bist. Das Alter in dem Du über Rente nachdenkst, sofern das, was Dir zusteht, überhaupt Rente genannt werden kann. Das Alter in dem Dir Gevatter Tod langsam wie ein alter Bekannter entgegen kommt.

Nein, Gevatter, Du bist noch nicht dran! Ich bin nicht 60 Jahre alt geworden um jetzt aufzugeben und mein Leben einem schnellen Ende zu opfern. Es ist noch so viel zu tun. Mindestens weitere 60 Jahre brauche ich noch. Solange musst Du noch warten, Gevatter.

Aber 60 ist schon ein Alter in dem ich mehr als vorher anfange nachzudenken, was noch zu tun ist. Ein Alter in dem ich Schnellschüsse möglichst vermeide und erst nach reiflicher Überlegung den nächsten Schritt mache. (Naja, jedenfalls soweit das bei einem Abenteurer und Stehaufmännchen wie mir  überhaupt möglich ist.) Ein Alter in dem ich mehr als vorher nachdenke, wie sich die Welt verändert und wohin alles gehen könnte. Und da gibt es einiges, dass nicht nur mich nachdenklich machen sollte und auch nicht erst mit 60 Jahren.

Es gehört auch dazu, dass ich zurückblicke. 60 Jahre sind kein Pappenstiel, da stecken eine Menge Erlebnisse und Erfahrungen drin, gute und weniger gute. Aber ich denke der Rückblick sollte nicht in dem Sinne geschehen, dass ich sage „früher war alles besser“. Das stimmt nämlich nicht. Es bringt nichts längst vergangenen Zeiten nachzutrauern. Vergangen ist vergangen! Aus, vorbei, erledigt! Und das gilt für alle Bereiche des Lebens. Aber wir können aus der Vergangenheit lernen, und das sollten wir auch. Es ist der Sinn des Lebens sich zu entwickeln.

Ich höre manchmal Menschen sagen „ach, wenn ich doch die Zeit noch einmal zurückdrehen könnte“. Der Eine oder Andere verspricht sich davon einen Fehler zu bereinigen oder eine Liebe besser zu pflegen, einen Satz nicht gesagt zu haben oder eine Tat ungeschehen machen zu können. Nein. Vergangen ist vergangen. Ich möchte nicht zurück. Und wenn mich das Leben an eine bestimmte Stelle zurückbringen würde, dann hoffe ich inständig alles wieder genauso machen zu können, wie ich es getan habe. Alle Fehler noch einmal, alle Freuden genauso genießen, alle Schläge genauso hinnehmen müssen, alles wie gehabt. Die Summe aller 21915 Tage meines Lebens bis zum 60. Geburtstag BIN ICH. Mit nur einer veränderten Sekunde wäre ich vielleicht ein ganz anderer. Ob der Andere besser wäre? Wer weiß das schon?

Das Leben ist so schön und voller Wunder. Ich muss aber bereit sein, mit offenen Sinnen durchs Leben zu gehen. Ich muss bereit sein jeden Tag, jede Stunde, ja sogar jede Sekunde meines Lebens als Teil MEINES Abenteuers zu sehen. Ein Abenteuer, das außer mir kein anderer erleben kann. Ich bin nämlich einmalig! Und mein Lebens-Abenteuer ebenso.

Was aber nehme ich dann mit aus 60 Jahren Leben? Wissen, Erlebnisse, Erfahrungen, Menschen, die mein Leben geprägt haben. Und die Gewissheit, dass nicht nur ich einmalig bin, sondern auch jeder andere Mensch, jedes andere Lebewesen, jede Pflanze und jeder Stein auf unserem Planeten und darüber hinaus. Was ich mitnehmen darf ist die Achtung vor dem Leben, vor dem was ist und vor dem was in mein Leben tritt.

Ich nehme Neugierde mit in die nächsten 60 Jahre, die mich fähig macht vorurteilsfrei allen und allem zu begegnen und aus jeder Begegnung etwas zu lernen. Ich nehme die Fähigkeit mit, anderen Menschen Dinge die ich gelernt habe zu erklären und vielleicht ein wenig von meinen Erfahrungen und meinem Wissen abzugeben.

Vielleicht kann ich keine ökonomisch einwandfreien Seminare abhalten und die Menschen auf die mögliche wirtschaftliche Katastrophe in Europa vorbereiten. Aber ich kann erklären, dass nicht lamentieren die Not verhindert oder die Suche nach dem Schuldigen, sondern nur die Fähigkeit die Ärmel hochzukrempeln und aus der Situation das Beste zu machen. Ja, und manchmal ist auch das Beste immer noch zu wenig. Da hilft nicht jammern, sondern weitermachen und die nächste Lösung suchen.

Möglicherweise kann ich keine soziologisch einwandfreie Beurteilung unserer gesellschaftlichen Entwicklung abgeben und den Menschen aufzeigen was alles schief gelaufen ist und geändert werden müsste. Aber ich kann aus meiner Erfahrung berichten, dass Gemeinschaft immer stark macht. Und nicht nur in der Erreichung gemeinsamer Ziele. Auch im Erleben von Freude und Harmonie. Individualität ist großartig, wenn sie als die Einmaligkeit verstanden wird, die das Individuum ausmacht. Aber sie darf nicht zur persönlichen und psychischen Vereinsamung führen. Menschen leben in Gemeinschaft am Besten.

Eventuell verstehe ich manche Dinge im technischen Fortschritt nicht mehr oder nicht mehr so schnell. Aber dann darf ich den Mut haben Jüngere um Rat zu fragen, die mit dieser Technik aufgewachsen sind. Und die Jungen dürfen mich fragen, wenn sie mehr über das Leben und meine Erfahrungen damit wissen wollen. Niemand ist allwissend. Aber gemeinsam wissen wir alles. Die Menschen müssen wieder lernen diesen gemeinsamen Schatz zu nutzen. Jeder kann seinen Beitrag leisten zur Gemeinschaft. Und jeder sollte mit seiner Fähigkeit, seinem Wissen und seinen Erfahrungen anerkannt und in die Gemeinschaft einbezogen werden.

Wenn wir uns diesen Grundsatz zu eigen machen, dann können wir den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen nicht nur helfen, sondern auch von ihnen lernen. Diese Menschen haben in ihrem Land gelebt, gelernt und gearbeitet, bevor es einen Grund gab die Heimat zu verlassen und nach Europa zu flüchten. Wenn Du Deine Heimat verlassen müsstest, flüchtest Du dann in ein Land das genauso arm ist wie es Deines war oder in ein vermeintliches Paradies? Insbesondere, wenn Du Kinder hast, denen es einmal besser gehen soll? Diese Menschen bringen ihr eigenes Wissen mit aus dem wir Schöpfen können, genauso wie sie aus unserem Wissen schöpfen werden. Und wenn Europa oder Deutschland doch nicht das Paradies ist von dem man ihnen erzählt hat, weil es uns auch nicht paradiesisch geht, heißt das dann sie müssen gehen? Oder sollten wir nicht das vereinte Wissen, die Erfahrungen und Werte dazu nutzen gemeinsam am Paradies zu arbeiten, jeder wie er kann?

Niemand kann in die Zukunft sehen, aber ich befürchte, dass wir einer Weltwirtschaftskrise entgegen steuern, die uns allen weltweit sehr viel abverlangen wird. Und es wird nötig sein die Erfahrungen und Fähigkeiten der Alten mit den Kenntnissen und Wünschen der Jungen zu vereinen, um das Schlimmste zu verhindern. Vielleicht wird das die Menschen wieder dahin führen füreinander einzutreten statt gegeneinander zu agieren. Ich werde meinen Teil dazu beitragen.

60 Jahre – ein langes erfülltes Leben, wenn man es zu würdigen weiß, und doch weniger als ein Wimpernschlag in der Unendlichkeit der Zeit. Und auch das bisschen Weisheit, das ich mir aneignen durfte, wird im Meer der Weisheit weniger als einen Tropfen ausmachen. Was macht all das dann so wertvoll? ICH! Weil ich EINMALIG bin; weil ich MEIN Leben lebe, wie ICH es für richtig halte; weil ich Teil des universellen Lebens sein darf und weil ich für all das UNENDLICH DANKBAR bin.

Hans-Peter Weyer

(zu meinem 60. Geburtstag im Jahr 2015)

Der Titel „60 Jahre und (k)ein bisschen Weise“ ist angelehnt an einen Schlager des längst verstorbenen Schauspielers und Sängers Curd Jürgens ( https://www.youtube.com/watch?v=BqfvLP–4Ew )

 

 

Das Urteil des Sozialgerichtes in Gotha vom 26.05.2015 (Aktenzeichen: S 15 AS 5157/14) hat bundesweit für Aufregung gesorgt. Die 15. Kammer hält Sanktionen durch das Jobcenter für verfassungswidrig. Daraufhin wurde die Sache an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet, das nun darüber entscheiden muss. Nach Meinung vieler Rechtsexperten war die Weitergabe einer Beschlussvorlage an das Bundesverfassungsgericht längst überfällig. Was aber bedeutet das nun für Hartz4-Empfänger, die sanktioniert werden oder wurden?

Dass die Jobcenter nun nach dem Urteil aus Gotha Ihre Sanktionspraxis vorübergehend aussetzen, wie es von Rechtsexperten, Arbeitslosenvereinen und -gruppierungen, Beratungstellen und Politikern bereits gefordert wird, ist nicht wirklich zu erwarten. Aber es gibt Wege dieser Praxis zu begegnen.

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Die neue griechische Regierung will nicht mehr die Troika-Konditionen erfüllen, um das Land vor der Pleite zu retten. Ist es möglich dass ein Land die ganze EU ruiniert? Oder haben die Griechen möglicherweise doch recht?

Über 240 Milliarden Euro sind bisher in die Rettung Griechenlands geflossen. Für dieses Geld bürgen die Bürger der Europäischen Union. Jetzt soll das alles umsonst gewesen sein und die Bürgschaften kommen zum Tragen, weil die griechische Regierung sich nicht an die Vereinbarungen halten will? Unverschämt!

Oder vielleicht doch nicht? Von den 240 Milliarden ist kein Cent jemals bei den Griechen angekommen! Warum also sollen sie weiter sparen, um Banken in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA reich zu machen?

Mehr dazu zeigt der Film „Wer rettet Wen?“. Wer diesen Film gesehen hat, kann den Weg der Griechen besser verstehen und vielleicht sogar unterstützen. Wir EU-Bürger sind alle auf Rettungsschirme hereingefallen, die nur den Banken dienten – durch Abbau von Sozialer Sicherheit und Demokratie in Europa.

Der Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz „Wer rettet Wen?“ läuft noch in verschiedenen Orten in ganz Europa. Mehr unter www.cafesofadu.de und www.whos-saving-whom.org

 

Es ist ein überraschend gutes Zeichen, dass die Demonstrationen unter #nopegida einen immer größeren Zulauf bekommen. Und es zeigt vor Allem sehr sehr deutlich, dass es eben keine Politikverdrossenheit der Bürger gibt. Lediglich eine Verdrossenheit gegen unmenschliche Politik.

Die Menschen in Deutschland merken immer mehr, dass wir zusammen unsere freiheitliche Demokratie schützen müssen! Schützen gegen rechte Agitatoren, gegen falsche Anschuldigungen, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Rassismus, gegen Unmenschlichkeit.

Das ist eine gute und notwendige Entwicklung! Und ich hoffe sehr, dass sie weiter anwächst, Montag für Montag stärker wird und in allen Städten Deutschlands stattfindet.

Und ich wünsche mir dass aus #nopegida dann #nogo wird. Denn wir müssen unser Land und die Menschen auch vor weiteren Angriffen auf unsere freiheitliche Ordnung schützen – und auch vor unseren eigenen Politikern.

#nogo zu weiterem Sozialabbau
#nogo zu Sanktionen im Hartz4
#nogo zu steuerflüchtigen Großunternehmen
#nogo zu menschenunwürdiger Unterbringung von Flüchtlingen
#nogo zu Abschiebung von Kindern und Kranken
#nogo zur Ausweitung präkerer Arbeitsplätze
#nogo – die Liste lässt sich weiterführen mit vielen Beispielen.

Es wird Zeit aufzustehen. Nicht nur gegen #pegida, sondern gegen jede Form von Politik, Anfeindung, Kapitalismus, in denen der Mensch nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dem Menschen und seinem persönlichen Schicksal ist oberste Priorität einzuräumen. Für jeden Bürger dieses Landes und jeden Menschen, der in dieses Land kommt, aus welchem Grund auch immer.

Alles andere ist #nogo!

Nazi in Nadelstreifen?

Veröffentlicht: 12. Dezember 2014 in Gesellschaft, Politik, Soziales
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NRW-Innenminister Ralf Jäger hat vor den „Nazis in Nadelstreifen“ gewarnt, die unter „pegida“ agieren. Ist ein Nazi ohne Nadelstreifen ungefährlicher?

Ich finde es erschreckend, dass der Innenminister eines deutschen Bundeslandes plötzlich erkennt, dass Nazis auch im Anzug auftreten können. Herr Innenminister, bitte machen Sie sich langsam klar, dass Nazi eine innere Grundeinstellung, eine politische und gesellschaftliche Überzeugung, ist, die sich nicht zwangsläufig in der sichtbar angelegten Kleidung darstellt! Es geht um politische Überzeugungen, die u.a. durch Ihre falsche Politik gefördert wird.

Die Menschen in diesem Land (Deutschland, nicht nur NRW) werden durch kapitalhörige Politiker, denen Lobbyisten wichtiger sind als ihre Bürger und Wähler, immer mehr in die Armut getrieben. Das erarbeitete Einkommen reicht nicht mehr aus, wenn man überhaupt Arbeit hat. So sind viele gezwungen sich einem menschenfeindlichen „Sozialsystem“ zu stellen und unter unwürdigen Bedingungen die staatlichen (Zusatz)Almosen zu beantragen.

Rentner, die den Wohlstand dieses Landes erarbeitet haben, Leben von der Hand in den Mund und holen sich den Rest von der Tafel. Diese wiederum sind auf die Großzügigkeit größerer Kapitalunternehmen angewiesen, die wertvolle Nahrungsmittel lieber vernichten, als verschenken – nur um Preise künstlich hoch zu halten.

Den Menschen wird bewusst Armut und Knappheit vorgegaukelt – von denen, die Kapital und Macht in den Händen halten. Und wo das nicht auf Anhieb klappt werden politische „Reformen“ durchgeführt, die das gewünschte Ziel provozieren und herbeiführen: noch mehr Armut und noch mehr künstlich hervorgerufene Verknappung.

Die Menschen werden immer unzufriedener und da sie die Regierenden selbst als die Richtigen gewählt haben, muss der Schuldige woanders gesucht werden. Was bietet sich da eher an, als Asylanten und Flüchtlinge? Menschen, die in unser Land kommen und mit denen wir das offensichtlich ohnehin zu wenige noch teilen sollen?

Nazis sind Menschen, die, unabhängig von ihrer Kleidung, die Unzufriedenheit der Menschen in genau diese Richtung lenken. Sie wollen Hass säen und bieten scheinbare Lösungen an, um selbst an die Macht zu kommen. Oder besser, um selbst an die Geldtöpfe zu kommen, die ihnen, nicht dem Volk, Wohlstand verschaffen.

Mit der Getthoisierung von Asylanten und Flüchtlingen in entsprechenden Einrichtungen, schaffen Sie, Innenminister Jäger, die Grundlage zu Hasspredigten und Übergriffen. Sie schaffen die weithin sichtbaren „Schuldigen“ für die Unzufriedenheit der Bürger – nur um die eigenen Pfründe zu sichern?

Es gibt Optionen: Unterbringung von Asylanten und Flüchtlingen in freien Wohnungen, mit entsprechender Unterstützung durch Sozialscouts und Anlaufstellen. Ende der politisch gewollten Armut und Ausweitung, zumindest Einhaltung der Hartz4-Leistungen. Abschaffung von Sanktionen und Einhaltung eines Existenzminimums für ALLE in diesem Land lebenden Menschen.

Geld dafür ist genug da, wenn wir uns endlich auf menschliche Werte besinnen und unnötige Ausgaben und Verschwendungen zugunsten der Lobbyisten unterlassen.

Geben Sie den Menschen in diesem Land Lichtblicke, sagen Sie ihnen die Wahrheit über die Gründe der künstlichen Armut und bringen Sie die Menschen, die dringend unserer Hilfe bedürfen aus der Schusslinie.

Dann, Herr Innenminister, sollten Sie vermutlich auch keine Angst mehr haben müssen, ob der Nadelytreifenanzug neben Ihnen von einem Nazi getragen wird.

Ein Kommentar zum Tod von Robin Williams
von Hans-Peter Weyer

… dann stirbt auch ein Mensch. Peter Pan ist weltweit die Symbolfigur dafür, dass alles möglich ist, wenn man die Fantasie nicht verliert. Der Tod des Schauspielers Robin Williams macht aber auch deutlich, dass nahezu nichts mehr möglich ist, wenn man seinen „Peter Pan“ in Depressionen verloren hat.

Wenn der Tod eines Menschen für die Hinterbliebenen und Trauernden einen Sinn beinhalten kann, dann kann es im Tod von Robin Williams nur der Aufruf sein, Menschen mit Depressionen nicht allein zu lassen. Es muss aber auch der Aufruf an depressive Menschen sein, lasst Euch helfen bevor es zu spät ist.

Depressionen beginnen in einfachen Dingen ebenso wie in schweren traumatischen Erlebnissen. Es ist unsere Aufgabe auf die Menschen in unserer Umgebung zu achten. Und ja, es ist auch wichtig den Mut zu finden Menschen anzusprechen. „Geht es Dir heute nicht gut, Du machst einen etwas bedrückten Eindruck?“ Geht auch in der „Sie“-Form!

Wer als gesunder Mensch in seinem Leben mit Problemen konfrontiert wird, der nutzt seinen „Peter Pan“, seine Fähigkeit zur Fantasie, nach Lösungen zu suchen. Auch wenn sie manchmal unrealistisch erscheinen bieten sie immer einen Anhaltspunkt an dem wir weiterdenken und realistische Möglichkeiten erarbeiten können.

Menschen mit Depressionen ist diese Fähigkeit genommen. Sie können nicht mehr auf eigenem Wege Lösungen finden. Alkohol- oder andere Suchtmittel erscheinen als eine Chance der scheinbaren Ausweglosigkeit zumindest zeitweilig zu entfliehen. Doch sie bieten keine Lösung und verstärken die Depressionen. Darum ist es wichtig, dass ihre Umgebung sie im Auge behält und auf sie eingeht. Ihnen müssen Wege ermöglicht werden, die sie selbst nicht mehr finden können.

Robin Williams war ein Schauspieler, der wie kein anderer Peter Pan verkörperte. Viele seiner Rollen spielten mit der Fantasie, mit der Realität des Unmöglichen. „Peter Pan“ ist nicht mit ihm gestorben, denn der lebt in jedem Einzelnen von uns. Wenn wir uns angesichts des Todes von Robin Williams dieser Tatsache bewusst werden und zukünftig darauf achten, dass niemand in unserer Umgebung seinen „Peter Pan“ verliert, dann ist das sicher der beste Weg das Andenken an diesen großen Schauspieler zu wahren und ihn zu ehren. Und ich bin sicher, es würde ihn freuen.