Mit ‘Zukunft’ getaggte Beiträge

Wir haben es schon die ganze Zeit gewusst, die Katastrophe in der EU wird kommen. Und wenn sie kommt, dann kommt sie mit ihrer ganzen Wucht. Jetzt hat sie zugeschlagen! Und sie hat einen Namen: BREXIT. Aber – ist das wirklich eine Katastrophe oder doch eher eine Chance?

Die Briten sind raus aus der EU. Jedenfalls wird das so kommen, weil sie das so wollen. Und damit hat die Katastrophe in der EU ihren Anfang genommen. Jetzt werden andere Länder folgen ,die schon in den Startlöchern gestanden haben, wie die Niederländer oder die Dänen. Die EU löst sich langsam auf. Ein Erfolg für die Kritiker der EU.

Auch die Briten werden leiden. Schottland wird erneut den Versuch starten aus dem Vereinigten Königreich auszutreten. Die Wirtschaft wird überall in eine kräftige Talfahrt geraten. Schon gleich am Morgen nach der Entscheidung zum Brexit haben die Börsen weltweit einen tiefen Einbruch erlebt. Die Unternehmen werden weiter die Sparbremse ziehen und es wird Entlassungen geben. Die Zahl der Arbeitslosen wird sich noch in diesem Jahr wesentlich erhöhen, weil die Gewinne der Wirtschaft sinken werden. Ein wesentlicher Motor der deutschen Wirtschaft, der Export, wird rapide einbrechen.

Die Katastrophe ist in vollem Gange und vieles ist noch gar nicht abzusehen. Sogar Experten halten sich mit Vorhersagen über die bevorstehenden Abgründe zurück. Was sollen wir einfachen Bürger dann denken? Was steht uns bevor? Wie soll es nun weitergehen? Was wird uns in nächster Zeit erwarten? Steigen die Preise? Werden wir noch weniger haben als bisher schon?

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Den ganzen Tag über haben wir die oben genannten Dinge gehört und gelesen. Die Medien haben uns mit Expertenmeinungen überschüttet, die auch keine Lösung kannten; haben uns mit Schreckensmeldungen überhäuft, die auf uns zu kommen könnten; haben uns Szenarien vor Augen geführt, die möglich sind. Schluss damit!!!

All das dient nur dazu die Angst zu schüren, vor dem was kommen könnte. Oder auch nicht.

Haben wir nicht in der Vergangenheit schon genug eingesteckt? Haben wir uns nicht schon viel zu lange in Angst bringen lassen vor dem Morgen? Angst ist eine Waffe, die jeden gefügig macht. Wer Angst hat, der kuscht und tut das was man ihm sagt. Sonst könnte es ja noch schlimmer werden…

Ich stelle mal zur Verdeutlichung eine Verschwörungstheorie auf: 

Der Brexit kommt nicht zufällig und er ist nicht über Nacht gekommen. Er wurde gesteuert, um die bestehenden Machtstrukturen zu erhalten. Seit einigen Monaten hat der „Wahlkampf“ zum Brexit getobt. Er wurde vehement und zum Teil mit sehr harten Bandagen geführt. In dieser ganzen Zeit hat die EU tatenlos zugesehen? Glaubt das wirklich jemand? Ich nicht.

Was passiert denn nun wirklich? Ja, es wird einige Einschnitte in die Wirtschaft geben. Aber die sind gewollt. Ansonsten bleibt alles so ziemlich beim Alten. Die EU hat ein ungeliebtes Mitglied weniger. Die Briten haben jede Menge Sonderrechte gehabt. Etwas, das man den anderen Mitgliedsstaaten nicht zugestehen durfte. Doch die Stimmen wurden immer lauter, gerade von neuen Mitgliedern und kleineren Staaten, die sich auf diesen Sonderstatus der Briten berufen wollten, um auch für sich selbst Sonderregelungen zu finden. Das ist passè.

Und die Briten? Denen wird man die bisherigen Sonderregeln nun als Verträge anbieten. Ähnlich wie mit der Schweiz wird man eine Einbindungsmöglichkeit in den Markt finden, dabei aber die Selbständigkeit der Insulaner berücksichtigen können. Schottland wird, wie vorgesehen, die Abspaltung betreiben und eigenständiges Mitglied der EU werden. Mit den Engländern, als ehemaliges Mutterland,  wird Schottland besondere Verträge abschliessen, die es den Engländern ermöglichen wird, über die Hintertür Schottland weiterhin alle EU-Vorzüge geniessen zu können.

Diese Entwicklung wird nur wenige Jahre dauern. Jahre in denen überall in der EU Menschen wegen wirtschaftlicher Notwendigkeiten von Unternehmen entlassen werden können und man die Schuld auf die Brexit-Befürworter abschieben kann. Gewinnmaximierung der besonderen Art.

Also doch Zeit für Angst und Unsicherheit vor der Zukunft?

Nein. Warum auch? Was bringt es uns vor der Zukunft Angst zu haben? Wir lassen uns in eine Rolle drängen, die uns zu manipulierbaren Individuen macht. Damit muss endlich Schluss sein! Angst wird nichts an der Wirklichkeit verändern. Aber es wird schwieriger damit leben zu können, weil immer das nächste Schreckensszenario im Genick sitzt. Machen wir Schluss damit!

Natürlich ist nicht alles schön, was zur Zeit oder auch in Zukunft auf uns einwirkt. Aber wir müssen damit leben. Und das ist doch schwierig genug. Da müssen wir uns doch nicht noch Angst einreden lassen. Angst macht uns unfähig unser Leben in Freude zu leben. Leben müssen wir es ohnehin.

Ich möchte es in einem Beispiel verdeutlichen:

Wenn ich für die restlichen drei Tage des Monats nur noch einen Euro übrig habe, muss ich gut überlegen was ich mir davon kaufe. Nutze ich den Euro um ein Leben in Freude zu leben oder in Angst? Ich kann mir Gedanken machen ob ich an einem wundervollen Sommertag den Euro für ein Eis ausgebe und damit den herrlichen Tag kröne. Ich kann aber auch überlegen, dass mir dann kein Geld mehr bleibt um das Brot zu kaufen, das vielleicht noch nötig ist. Ich kann mich in die Angst steigern, nichts zu essen zu haben. Also kaufe ich das Brot und bin die nächsten Tage traurig kein Eis bekommen zu haben. Dabei werde ich vor lauter Angst auch den wundervollen Sommertag schnell vergessen. Wenn ich mir das Eis kaufe und es voller Freude geniesse, kann ich in den nächsten Tagen mit der gleichen Freude nach Möglichkeiten suchen irgendwo noch eine Scheibe Brot zu bekommen. Die in meinem Herzen, in meiner Ausstrahlung vorhandene Freude und Erinnerung an den herrlichen Sommertag, wird mir die notwendigen Chancen ermöglichen.

Es liegt allein an unserem Denken, ob wir es in unserem Leben mit Katastrophen zu tun haben oder mit Chancen und Möglichkeiten. Es gibt keine Katastrophen, es gibt keine Probleme – ausser wir machen uns welche. Zu lernen jede Situation als Herausforderung, als Chance, als Möglichkeit zu sehen, sollte unser oberstes Ziel sein. Nur das ermöglicht uns ein angstfreies Leben.

Also ändern wir die Überschrift:

Die Chancen unserer näheren Zukunft haben einen Namen – BREXIT!

 

 

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… Politik ohne Zukunft

Veröffentlicht: 15. Juni 2010 in Politik
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Schon erstaunlich, wie sehr sich die unterschiedlichen Ebenen der Politik gleichen. In NRW kommt keine Regierungsbildung zustande, weil demokratische Parteien es nicht schaffen, kompromissfähig miteinander zu reden. Die BRD wird von einer Regierung geleitet, die nicht in der Lage ist, das Votum des Volkes zu verstehen. Und in der EU kann man sich nicht auf vernünftige Schritte zugunsten der gemeinsamen Sache einigen.

Woran liegt das? Es ist die fehlende Vision für die Zukunft, die das Regieren so schwer, ja scheinbar unmöglich, macht.

Nach dem Krieg hatten die Politiker die Vision von einem wieder aufgebauten Land. Sie konnten diese Vision charismatisch in der Bevölkerung vertreten und die Menschen mitnehmen auf diesen Weg. Auch nach dem Aufbau waren es die Visionen von einem Land und damit einem Volk in Wohlstand, einem Land das seine Güter in alle Welt exportiert und in der Welt etwas bedeutet. Es waren Politiker da, die Charisma hatten und mit ihren Visionen Menschen begeistern und bewegen konnten.

Natürlich gab es verschiedene Wege, verschiedene Möglichkeiten diese Ziele zu erreichen. Und es wurde der gewählt, der seinen Weg am besten vertreten konnte, dem man glauben konnte, dass er seinen Weg gehen würde und das zum Wohle unseres Landes.

Dann kamen die fetten Jahre. Wir sind wer in der Welt. Wir sind Exportweltmeister. Wir sind ….

… und dabei ist es geblieben. Unsere heutigen Politiker haben keine Visionen mehr, nichts mehr das wir gemeinsam erreichen können. Sie haben keine Vorstellung wie die Zukunft aussehen kann. Und ohne Zukunft, ohne Vision, ohne klare Vorstellung kann man nicht begeistern.

Heute wird von der Politik der Ist-Zustand verwaltet. Es wird versucht, das Erreichte zu erhalten. Aber das funktioniert nicht. Man kann nicht erhalten, ohne zu wissen, was man erhalten will.

Wollen wir den Wohlstand erhalten? Wie, bei stetig steigenden Arbeitslosenzahlen und fortschreitender ungerechter Verteilung der verfügbaren Mittel?

Wollen wir den Arbeitsmarkt erhalten? Wie, bei stetig sinkenden Arbeitsplätzen und fehlender Perspektive für zukünftige Arbeit?

Wollen wir den Sozialstaat erhalten, Renten, Hartz4? Wie, bei stetig wachsenden Ausgaben und ständig sinkenden Einnahmen?

Es wird Zeit für eine Vision, die die Menschen begeistern kann. Für eine klare Vorstellung wie unser Land in zwanzig Jahren aussehen sollte (und muss?). Für eine Vision die zeitgemäß und realistisch den Menschen eine Perspektive aufzeigt. Eine Vision, die die Menschen glauben läßt, dass es sich dafür lohnt, jetzt auch etwas zurückzustecken, weil sich alles zum Guten wenden wird.

Der derzeitigen Politik fehlt in jeder Hinsicht die Zukunft.